TCS Jubiläumsreise

Eine Jubiläumreise macht man nicht alle Tage, daher sollte es etwas ganz Besonderes aber dennoch etwas nicht gänzlich Unbekanntes wird. So sammelte ich Ideen und Marion Mihm meinte, dass eine Reise auf der Independence II einen wirklich würdigen und luxuriösen Rahmen bieten würde,  sprachs und begann flugs mit der ersten Kontaktaufnahme.

 

Schnell war ich von der Südtour begeistert, die zunächst 2 Tage an den Brothers (an denen wir vor zwei Jahren unser Hailight Rudi kennengelernt haben), zwei Tage am Daedalus und einen Tag am Elphinstonereef  vorsah.

Dank Roland und Peter, die mich auf das DER-Reisebüro in Singen aufmerksam machten, bekamen wir durch Bianka dort wirklich günstige Flüge.

Wir, das heißt Andi und Manu Hunziker, Markus Günther, Markus Vogler, Marion Mihm, Gudrun Golecki, Roland Schröder, Pascal Epp als jüngstes Mitglied, Roland Schwarz und mir.

 

Nach einem fast 5 stündigen Flug erreichten wir Marsa Alam und fuhren mit dem Bus nach Port Galib, wo die Independence II bereits auf uns wartete.  Ein erstes Briefing erklärte uns das Schiff und die Regeln an Bord. Die Kabinen wurden eingeteilt. So konnten wir unsere Sachen einräumen und auf dem Tauchdeck die Ausrüstungen montieren und versorgen.

Die Independence II ist ein 43 Meter langes Tauchschiff mit einem riesigen Sonnendeck, 2 Salons und 9 klimatisierten Kabinen für 18 Taucher. Die Kabinen sind geräumig und boten genug Platz für große Betten und
reichlich Schrankraum. Die Bäder sind so groß, wie auf anderen Tauchschiffen die Kabinen. Das Tauchdeck bietet bequem Platz auch wenn alle Taucher gleichzeitig ins Wasser wollen.  Bernard, der Besitzer, ist echt cool drauf und seine Mannschaft ist immer sehr aufmerksam und hilft bei jeder Gelegenheit. 8 weitere Teilnehmer waren von anderen Stellen dazu gebucht worden, fast alle waren wirklich nett und wir kamen gut miteinander aus.

 

Nach einem Zwischenstopp an El Shouna zwecks eher langweiliger Checkdives fuhren wir zu den Brothers. 
Die Erwartungen waren angesichts der Erlebnisse vor zwei Jahren sehr hoch. Und die Tauchgänge waren wirklich schön, mit all den bunten Weich- und Hartkorallen, den Millionen von Feenbarschen, unzähligen Makrelen, Barrakudas, Thunas, Zackis, Doktorfische, Kugelfische, Papageienfische , Fledermausfische, Wimpel Fische, Kaiserfische, Krokodilfische, Skorpion Fische, Rochen und unzähligen anderen Fisch- und Korallenartenarten.

Unzählige Fotos wurden geschossen…… aber  wo waren die Haie?????

Aber am Daedalus…. Da wird es sie haufenweise geben…….

Doch welche Enttäuschung. Alles da; unzählige Fisch- und Korallenarten, schöne Drifttauchgänge, ein wenig Seekrankheit hier, ein bisschen Fische füttern dort, unzählige Fotos gemacht, aber…… keine Haie…….naja, wenn
man mal von den paar Hammerhaien und ein paar Riffhaien absieht, die in der Ferne vorbei gezogen sind.

Sicher, … die 28 – 31° Wassertemperatur waren toll. Die Lufttemperatur war fantastisch. Es war genial, wenn man sich nach dem Tauchgang einfach in die Sonne legen konnte und der Wind warm über das Deck strich.

 

Die Fahrten mit den Zodiacs waren immer ein besonderes Erlebnis. Die Bootsführer machten sich einen Spass daraus, richtig Gas zu geben und über die Wellen zu springen, wenn sie merkten, dass wir davon begeistert
waren. Marion hatte auch wieder Mut, mit den Zodiacs zu fahren, obwohl es nach der OP für den Herzschrittmacher schon 11 Jahre her war, dass sie sich das zutraute. Die Jungs haben sie immer über den Rücken ins Boot gezogen, damit dem Gerät und der Verkabelung nichts geschehen konnte. Sie war total glücklich, dass es so gut klappte.

Aber …..es gab keine Haie…Doch „die Hoffnung stirbt zuletzt“ heißt es und so fuhren wir zum Elphinstone. 

Dieses Riff mit seinen Durchbrüchen und Höhlen, Spalten und Schluchten hat es mir echt angetan. Auch da gab es zunächst keine Haie, aber die Formation und die Lage ist echt genial.  Auch hier gab es wieder unzählige Fotomotive
und  Achmed machte mit uns beim zweiten Tauchgang einen Abstecher zum berühmten Elphinstone-Arch. Dabei taucht man durch einen natürlichen Bogen aus Felsen und Korallen. In 58 Meter Tiefe unter dem Bogen ist eine Formation die aussieht wie eine riesige Truhe.  Danke an Achmed für diesen tollen Tauchgang.
Er war echt ein obercooler Guide und seine Briefings immer ein Erlebnis und er ging sehr gelassen mit Tiefen und Dekozeiten um.

 

Und ENDLICH - Am Ende des Tauchganges dann die Überraschung: Rudis Bruder tauchte plötzlich aus dem Nichts auf und umkreiste die von Roland Schwarz gesetzte Boje. Er kam ganz nah heran, streifte die Flosse eines Tauchers
und posierte sogar einen Moment lang mit Markus Vogler, Genialer Weise konnte ich diesen Augenblick in einem Foto festhalten. Minuten lang schwamm er immer wieder die Boje an und kreiste in unserer Mitte.

Diese Momente ließen die bisherige Enttäuschung  vergessen. Begeistert tauschten wir später Fotos und Filme aus. Pascal hat den Augenblick sogar filmen können.

 

Eckhard hat wieder eine Menge Bilder von der Reise auf diese HP im internen Bereich gestellt. Wehmütig gingen wir am kommenden Tag von Bord und verbrachten den Tag in einem nahe gelegenen Hotel, wo wir für 20,- Euro pro Nase Zimmer bekamen und die Poollandschaft oder den Strand nutzen durften. Der Flieger zurück ging nämlich erst gegen 17 Uhr. Zurück in Deutschland war das Wetter uns gnädig und hieß uns mit Wärme willkommen.

 

Ich bin dankbar für alle, die mir bei der Organisation geholfen und die dazu beigetragen haben, dass diese Safari insgesamt ein tolles Erlebnis war.

 

Wir werden wieder zurückkehren auf dieses Schiff, ….. eines Tages……., soviel ist sicher.

 

Udo Kiene


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